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Thoraxchirurgie

Die Thoraxchirurgie befasst sich mit der Behandlung von Erkrankungen der Lunge, der Brustwand sowie des Zwerch- und Rippenfells. Wie viele andere chirurgische Disziplinen hat sie sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Zeit, dass eine Operation an der Lunge einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt bedingte, ist längst vorbei. Die „Standard-Thorakotomie“, wie früher der Schnitt vom Brustbein bis zur Wirbelsäule hieß, gibt es nicht mehr. Kleine angepasste Zugänge und videoassistierte Operationstechniken mit minimalem Schaden für die Muskulatur des Brustkorps und damit der Atmung erlauben es, die Patienten schon nach wenigen Tagen, selbst nach größeren Tumoroperationen, zu entlassen.

Der häufigste Grund für thoraxchirurgische Eingriffe sind bösartige Erkrankungen der Lunge. Dies sind vor allem der Lungenkrebs, aber auch Ableger von Tumoren an anderer Stelle im Organ, sogenannte Lungenmetastasen. Auch gutartige Erkrankungen wie der Pneumothorax- ein spontanes Zusammenfallen der Lunge -, oder Vereiterungen des Pleuraraumes, also zwischen Brustwand und Lunge, werden behandelt.

Der Lungenkrebs gilt als eine der gefährlichsten bösartigen Erkrankungen überhaupt. Nicht weil die Tumore so viel bösartiger als andere wären, sondern weil ein kleiner Tumor der Lunge zunächst überhaupt keine Beschwerden verursacht. Erst wenn er größere Luftwege verschließt und Husten verursacht oder in schmerzsensible Gewebe einwächst meldet er sich und ist dann aber auch schon häufig in einem Stadium, in dem er nicht mehr geheilt werden kann.

Lange Zeit galt nur die Operation als geeignet, eine Heilung oder ein langes Überleben des Patienten zu erzielen. Kaum 30% der Patienten kamen dafür in Frage. Und von ihnen können immer wieder einige nicht operiert werden, weil die Lungenfunktion, eingeschränkt durch den Zigarettenkonsum, keine Entfernung von Lungenwebe mehr zulässt.

Erst in jüngerer Zeit entwickeln sich neue medikamentöse Ansätze, auch dann wirksam helfen zu können. Diese Ansätze kommen aus dem Bereich der modernen, anhand molekularpathologischer Ergebnisse ausgerichteten, individualisierten Therapie. Gezielt können Substanzen Schalter in den Tumorzellen umlegen, die das Wachstum verlangsamen oder stoppen. Auch kann der Tumor wieder für das Immunsystem angreifbar gemacht werden. Für alle diese Therapieverfahren arbeiten wir eng mit der onkologischen Praxis im angrenzenden Ärztehaus (PD Dr. Sebastian Stier) zusammen. Regelmäßige Tumorkonferenzen mit den Spezialisten aus den verschiedenen Fachdisziplinen gewährleisten eine schnelle und optimale Behandlung aller bösartigen Erkrankungen.

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