Orthopädische Chirurgie

Seit 2008 operieren Fachärzte für Orthopädie und spezielle Unfallchirurgie am Marien-Hospital Erftstadt. Dr. med. Björn Schallehn hat sich dabei auf das Gebiet Hüftgelenkorthopädie und Dr. med. Oliver Schaal auf das Gebiet Schulterchirurgie spezialisiert. Beide Ärzte unterhalten - zusammen mit weiteren orthopädischen Spezialisten - die Facharztpraxis ortho center - Orthopädie Köln-Weiden.

Folgende Behandlungen werden am Marien-Hospital Erftstadt angeboten:

Schulterchirurgie

  • Schulterspiegelung  bei Engpasserkrankungen (Impingement Syndrom)
  • Implantation von Schulterprothesen (Total- und Teilprothesen) bei schwerer Arthrose der Schulter
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Schmerzen im Schultergürtel bei bestimmten Bewegungen oder ein plötzliches Unvermögen den Arm über die Horizontale zu heben, sind beispielhafte Symptomen bei Erkrankungen der Schulter. Ursache sind oft Abnutzungserscheinungen oder unfallbedingte Folgekrankheiten.


Die menschliche Schulter ist sehr komplex aufgebaut. Wenn man von der "Schulter" spricht, ist einem selten bewusst, wie viele Faktoren hier an der Gelenkbildung  beteiligt sind. Wir haben es mit einem raffinierten Zusammenspiel von einzelnen Knochen, Muskeln und Sehnen durch Gelenke, Schleimbeutel und Gleitschichten zu tun, die im Zusammenspiel den Bewegungsablauf ermöglichen. Entsprechend vielfältig sind auch die Störungen und Verletzungsmöglichkeiten des Systems.

Wie gestaltet sich das operative Vorgehen im Bereich der Schulter?
Basis aller Operationsabläufe ist zunächst die Arthroskopie oder Spiegelung der Schulter. Über kleine Schnitte von nur wenigen Millimetern Länge wird das Gelenk eröffnet und mit Flüssigkeit gefüllt. Über die Zugänge werden eine Kamera und feinste Operationsinstrumente in die Schulter eingeführt. Der Schaden kann „durch´s Schlüsselloch“ inspiziert und unmittelbar behoben werden. Je nach Größe der Läsionen kombiniert der erfahrene Schulterspezialist die arthroskopische Operation mit einem sogenannten mini-open repair. Hierbei wird die abgerissene Sehne offen, d.h. über eine meist ca. 4 cm lange Mini-Inzision genäht. Zur Rekonstruktion werden die abgerissenen Sehnenenden am Knochen fixiert, damit sie dort festheilen.

Liegt eine Enge des Sehnenlagers (Impingement-Syndrom) vor ist es notwendig, den Raum unter dem Schulterdach zu erweitern, um die heilende Sehne vor unnötiger Druckbelastung zu schützen und ein sicheres Anheilen zu gewährleisten.

Nicht jeder Sehnenriss ist heilbar, d.h. nicht jeder Sehnenriss kann geflickt werden. Bei einem sehr großen Riss, der vielleicht auch schon seit mehreren Jahren besteht, beschränkt man sich ggf. darauf, die abgerissenen Sehnenstümpfe zu glätten und entzündetes Gewebe zu entfernen. Nur in Ausnahmefällen ist eine aufwändige Rekonstruktion durch Verlagerung von Sehnen anderer Muskeln sinnvoll.

Hüftgelenksprothesen

  • Implantation von Hüftgelenksprothesen bei Hüftgelenkverschleiß
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Warum schmerzt die Hüfte?

Die Hüftgelenksarthrose ist eine degenerative Erkrankung. Hüftgelenke gehören zu den am meisten belasteten Gelenken. Abhängig von der Nutzungsdauer, sprich dem Lebensalter, kommt es im Laufe der Zeit zu Verschleißvorgängen. Hinzu kommen verstärkte Belastungen und angeborene Fehlstellungen. Der Gelenkknorpel wird abgerieben und hierdurch dünner. Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird dadurch einer viel stärkeren Belastung ausgesetzt und reagiert mit einer Verdichtung seiner Binnenstruktur.

Im weiteren Verlauf wird das Gelenk verformt und deformiert. Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird löcherig: der Fachausdruck nennt sich Geröllzysten. Um den Druck besser aufzufangen, verbreitert sich der Hüftkopf. Der Körper baut Knochenmaterial an, mit dem die Hüftpfanne verbreitert wird. Der Hüftkopf weist dann keine Kugelform mehr auf. Folgen der Arthrose sind deutliche Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Abhilfe kann letztlich nur ein Gelenkersatz bringen. Hierbei werden Kopf und Pfanne der Hüfte durch eine Gelenkprothese bestehend aus Titan und Keramikmaterialien ersetzt.

Welche Prothesenformen werden verwandt?
Prinzipiell werden sowohl der Hüftkopf als auch die Hüftpfanne ersetzt. Abhängig vom Alter und den Anforderungen an die Prothese kommen moderne Prothesen zum Einsatz, die schonend und mit wenig Verbrauch von Knochensubstanz eingebaut werden können. Der ältere Patient profitiert vor allem von einer raschen Mobilisation und sofortiger Stabilität und Belastbarkeit. Hier ist eine zementierte Prothese mit ihrer sofortigen Belastbarkeit sinnvoll.

Bei jüngeren Patienten, bei denen noch mehrere Prothesenwechsel möglich sind, stehen Prothesen mit maximaler Schonung der Knochensubstanz im Vordergrund. Hier stehen Kurzschaftprothesen und spezielle Pfannen mit zementfreier Implantation zur Verfügung.